Zum Inhalt | Zur Hauptnavigation |

30.03.2012

Eine Siedlung in Viersen von Martin Breidenbach

   Ein Rollstuhl-Fahrer läßt sich ein Haus bauen - mit nur 81 Quadratmetern. Zu ebener Erde. Vor dem Eingang gibt es ein auskragendes Dach, das ihn vor Regen schützt, dann kommt er in einen teilweise überdachten Hof,...[mehr]


25.11.2011

Die Schnecke "des Meisters des Eisens", von Horst Wolfframm

Er inspirierte damit die Literatin Lia Bugnar zu einem Theaterstück. Die Uraufführung findet am 12. Mai 2012 in Oberhausen statt. Die Skulptur aus Edelstahl steht im Park vor der Stadthalle Oberhausen. Die Schnecke hat eine...[mehr]


11.09.2011

Roland Günter: Qualität

   Qualität? Gibt es das überhaupt noch?    Substantielle Antworten auf eine Frage so existentieller Art kön­nen kein Dekret sein, sondern sind nur im Diskurs möglich. Ver­suchen wir ihn.   ...[mehr]


18.01.2011

Horst Wolfframm

Horst Wolfframm gab ein kurzes Interview zu seinen Beweggründen, die handwerkliche Ausbildung stärker mit kreativen und projektbezogenen Elementen zu verbinden. Er erläutert diese Forderung an den Erfahrungen in seiner...[mehr]


25.09.2010

Finissage Herman Prigran

Prof. Dr. Roland Günter am 25.09.2010 auf dem Gelände der ehemligen Zeche Rhein-Elbe, Gelsenkirchen[mehr]


Treffer 1 bis 5 von 7
<< Erste < Vorherige 1-5 6-7 Nächste > Letzte >>

JETZT! KÜNSTLER IM WERKBUND
Jubiläumsausstellung in Herne

Eine große Gruppe von Exponaten stellen die Lichtbildner: Von den Teilnehmern arbeiten zwölf als Fotografen bzw. benutzen die Fotografie oder verwandte Techniken als Ausgangsmaterial für ihre Werke, teils klassisch, teils experimentell: Buchwald, Gelesch, Göhre, van der Kleij, Küster, Liedtke, Maron, Proehl, Riehle, Schrage, Ullrich, Werthmann-Heyne.

Fünf sind in erster Linie bildhauerisch tätig: Ahmann, Hahn, Lancé, Neumann, Prigann.

Die weiteren sieben kommen aus den Bereichen Malerei, Zeichnung und Grafik oder sind in mehreren Sparten tätig: Hagenberg, Kompa, Küppers, Meisenheimer, van der Minde, Schlegtendal, von Sonntag.

Das Einzugsgebiet reicht hierbei von Den Haag über Aachen, Düren, Düsseldorf, Hagen, Köln, Münster und Remscheid bis ins Ruhrgebiet (Bochum, Bottrop, Essen, Herne, Gelsenkirchen, Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Recklinghausen), welches mit zwölf Teilnehmern gut repräsentiert ist.

Eröffnungsrede Prof. Dr. Roland Günter

26. Mai bis 8. Juli 2007
Ort: Zeche 'Unser Fritz' in Herne-Wanne

"Jetzt! Künstler im Deutschen Werkbund" ist der Titel dieser Ausstellung hier auf der `Künstlerzeche Unser Fritz´ zum 100. Geburtstag des Deutschen Werkbundes.

Diese Ausstellung beleuchtet den Aspekt der bildenden Kunst, welcher innerhalb des Deutschen Werkbundes von Anfang an eine lange Tradition hat, ich möchte nur die Ihnen sicherlich geläufigen Namen Josef Albers, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer oder Lionel Feininger nennen.

"Jetzt! Künstler im Deutschen Werkbund" heißt diese Ausstellung, weil sie mit den Arbeiten von 24 zeitgenössischen Künstlern sowie künstlerische Arbeiten von Architekten und Gestaltern aus dem Deutschen Werkbund NW einen aktuellen Querschnitt des künstlerischen Schaffens seiner Mitglieder zeigt.

Die Idee zu dieser Ausstellung kam mir vor etwa 2 Jahren, als sich abzeichnete, dass im Jubiläumsjahr 2007 eigentlich hauptsächlich Ausstellungen und Projekte zum Thema Architektur und Stadtplanung realisiert werden sollten.

Das Thema Kunst schien mir etwas unterpräsentiert. Mit meinem Vorschlag, eine Ausstellung zu organisieren, lief ich offene Türen ein. Nachdem die erste Idee, mit der Städtischen Galerie Remscheid zu kooperieren, aus politischen Gründen scheiterte, ergab sich als logische Konsequenz eigentlich zwingend der Standort Zeche Unser Fritz in Herne/Wanne. Nicht nur weil Peter Buchwald, ohne dessen Hilfe, Wissen und Engagement ich vielleicht gar nichts auf die Reihe bekommen hätte, ein Werkbundkollege ist, sondern, welcher Standort kann eigentlich besser geeignet sein für eine Ausstellung des Deutschen Werkbundes als eine, wenn auch winzige Kathedrale des Industriezeitalters?

Meiner Aufforderung an alle Mitglieder des DWB NW, sich an unserem Projekt zu beteiligen, sind letztendlich 24 Kolleginnen und Kollegen gefolgt.

Ich bin sicher, diese Ausstellung wird Ihnen genauso viel Freude bereiten wie uns Beteiligten! Auf jeden Fall wird sie Ihnen die Augen öffnen, wie lebendig und jung der Deutsche Werkbund trotz oder gerade wegen seines 100. Geburtstages geblieben ist.

Noch einmal herzlich danken möchte ich allen teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen, und ganz besonders danke ich allen Helfern gerade auch von der Zeche Unser Fritz für ihre Hilfsbereitschaft.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen!

Gegen die Abschaffung der Künstlersozialversicherung

Offener Brief an den Ministerpräsidenten NRW
Jochem Ahman 17. 09. 2008

An den Ministerpräsidenten des Landes NRW
Herrn Dr. Jürgen Rüttgers
Stadttor 1
40219 Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Rüttgers,

die Enquete Kommission „ Kultur in Deutschland “ des Deutschen Bundestages hat im vergangenen Jahr einmütig und parteiübergreifend festgestellt, dass es zum Künstlersozialversicherungsgesetz ( KSVG ) keine Alternative gibt.

Die Künstlersozialversicherung ist eine lange und hart erkämpfte kultur- und sozialpolitische Errungenschaft.

Sie abzuschaffen würde bedeuten, dass die Mehrzahl der Künstler weder eine Kranken - noch eine Pflege – oder Rentenversicherung haben könnten.

Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 12.616 Euro ist eine private Absicherung schlichtweg nicht möglich.

Die von mehreren Bundesländern betriebene Abschaffung der Künstlersozialversicherung ist in ihrer Begründung nicht nachvollziehbar. Weil jetzt endlich alle seit 20 Jahren abgabepflichtigen Unternehmen und auch öffentliche Körperschaften, die von der Arbeit der Künstlerschaft profitieren, zur Zahlung herangezogen werden, wird von einem zu großen bürokratischen Aufwand gesprochen.

Wenn es allein darum ginge, wäre Politik insgesamt kaum machbar.

Tatsächlich geht es wohl eher darum, die abgabepflichtigen Unternehmen und öffentlichen Körperschaften auf Kosten der Künstlerinnen und Künstler von ihren Sozialversicherungspflichten zu befreien.

Auf der Internetpräsentation der Landesregierung Nordrhein-Westfalens wird ausdrücklich geschrieben:
„Die kulturelle Landschaft Nordrhein-Westfalens zeichnet sich aus durch Vielfalt, Kreativität und Weltoffenheit. Theater und Orchester, Museen, Bibliotheken, Freie Szene, vor allem aber die etwa 30.000 hier lebenden Künstlerinnen und Künstler bestimmen das Klima des Landes mit. “

Löblicherweise hat sich bisher das Land Nordrhein-Westfalen noch gegen die Empfehlung des Bundesrates zur Auflösung der KSV ausgesprochen.

Deshalb bittet der Deutsche Werkbund NW Sie eindringlich, nicht von Ihrem Standpunkt abzuweichen und Ihrer Fürsorgepflicht gegenüber allen Künstlern, nicht nur in NRW, nachzukommen:

Verhindern Sie die Abschaffung der Künstlersozialversicherung!

Mit freundlichen Grüßen
Jochem Ahmann
Vorstandsmitglied im Deutschen Werkbund NW

Mehr Respekt im Umgang mit unserem historischem Erbe

Offener Brief an die Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum
Jochem Ahmann 22.August 2006

An die Oberbürgermeisterin
der Stadt Bochum
Frau Dr. Ottilie Scholz
Willy-Brandt-Platz 2-8
44787 Bochum

Betrifft: geplanter Umbau des Kortumhauses

Sehr geehrte Frau Dr. Scholz,

mit Freude hat wohl jeder Bochumer in der letzten Woche die Nachricht vernommen, dass das altehrwürdige Kaufhaus Kortum nach fast zehn langen Jahren im Elektrohaus Saturn endlich einen neuen Hauptmieter gefunden hat.

Diese Freude wurde allerdings sofort nachhaltig getrübt durch den eher lakonischen Hinweis, dass im Zuge der nötigen Umbaumaßnahmen die grandiose, einzigartige Holztreppe herausgerissen wird.

Diese Holztreppe steht wie das gesamte Kortumhaus unter Denkmalschutz!

Schon beim letzten Umbau 1998 ist das ebenfalls einzigartige Restaurant im Stile der Fünfziger Jahre unter äußerst mysteriösen Begleitumständen beschädigt worden und musste „leider“ komplett abgerissen werden.

Selbstverständlich geschieht das alles nach Recht und Gesetz!

Die oberste Denkmalschutzbehörde in Münster hat hin und her geprüft und überlegt und musste dann doch Wirtschaftlichkeit vor Denkmalschutz stellen.

Leider. Da kann man nichts machen.

Der gemeine, manchmal sehr lästige Bürger hat natürlich auch keinerlei Recht auf Widerspruch – Leider.

Nach diesem Schema verfährt man gerne schon seit den 60er und 70er Jahren in unserem Ruhrgebiet.

Wohin das geführt hat zeigen unsere städtebaulich massiv zu Grunde gerichteten Innenstädte.

Man sollte meinen, dass die Politiker und Verantwortlichen in den letzten Jahren sensibilisiert und aufgeklärt worden sind, dass mit dieser Haltung unschätzbare Kulturgüter unwiederbringlich zerstört werden.

Doch wie schon in unserer Nachbarstadt Gelsenkirchen die Posse um den Umbau bzw. Abbruch des `Hans-Sachs-Hauses´ zeigt, ist diese destruktive Denkweise immer noch präsent.

Mit Gutwilligkeit und guten, innovativen Bauherren und Architekten gibt es immer eine Möglichkeit, beide Seiten in Einklang zu bringen.

Beispiele gibt es mittlerweile im Ruhrgebiet spätestens seit der IBA Emscher Park um Werkbundmitglied Karl Ganser herum zu genüge.

Bei der Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2010 waren gerade dieser sensible Umgang mit der Vergangenheit und die Einbeziehung von erhaltenswürdiger (Industrie)Architektur die Pfunde, die letztendlich ausschlaggebend waren für die Erlangung des viel umjubelten Titels:

Kulturhauptstadt Ruhrgebiet ! „ Was sind wir stolz! “ riefen alle Kommunalpolitiker.

Doch beim scheinbar kleinen, unwichtigen fängt es an:

Das Kaufhaus Kortum ist nicht weniger wichtig und erhaltenswert als z.B. die Zeche Zollverein!

Der Deutsche Werkbund hat seit seiner Gründung im Jahre 1907 immer kritisch Stellung genommen

und sieht auch heute noch eine primäre Aufgabe darin: „…Probleme und Chancen technologischer und wirtschaftlicher Entwicklungen in der Umweltgestaltung als einen wesentlichen Teil unseres Lebens und unserer Kultur zu erkennen und öffentlich deutlich zu machen. “

In diesem Sinne möchte ich Sie, sehr geehrte Frau Dr. Scholz, mit allem Respekt an Ihre Verantwortung auch für eben diese „ Gestaltung der Umwelt “ erinnern und wünsche mir etwas mehr Sensibilität im Umgang mit unserer kulturellen Geschichte.

Es gibt immer Möglichkeiten!

Der Landschaftsplaner dwb Walter Rossow sagte 1961: „ Für die demokratische Staatsform wäre es ein Armutszeugnis, wenn es ihr nicht gelänge, für neue Probleme auch neue Formen zu finden.“

Mit freundlichen Grüßen
Jochem Ahmann
Dipl. Designer / Bildender Künstler
Deutscher Werkbund NW



An den
WDR
Redaktion Lokalzeit
III. Hagen 31
45127 Essen

Sehr geehrte Redaktion,

in der Diskussion um den geplanten Abriss der Freitreppe schrieb ich diesen Brief im Namen des Deutschen Werkbundes NW an unsere verehrte Frau Oberbürgermeisterin.

Das Schreiben ging auch an den Kulturausschuss und die Presse.
Vielleicht ist es für Ihre Berichterstattung auch interessant.

Mit freundlichen Grüßen
Jochem Ahmann


Zum Inhalt | Zur Hauptnavigation |